Das letzte große Kunstprojekt der im Jahr 2002 verstorbenen französisch-schweizerischen Künstlerin Nike de Saint Phalle war die Neugestaltung der Grotte im Großen Garten von Hannover-Herrenhausen (siehe Foto). Die künstlerische Zusammenarbeit mit der Stadt Hannover begann bereits im Jahr 1974, als am Leineufer drei bunte, voluminöse Nanas aus Polyester aufgestellt wurden. Dies löste damals Proteststürme in der Bevölkerung aus. Heute werden die beeindruckenden Frauenfiguren als Wahrzeichen Hannovers geliebt.
In einer groß angelegten Ausstellung rückt der Kunstpalast Düsseldorf die Werke Niki de Saint Phalles und ihre damit einhergehende künstlerische Selbstbehauptung inmitten einer männlich dominierten Kunstszene in den Mittelpunkt. Die Malerin, Bildhauerin, Filmemacherin fragte nicht um Erlaubnis, sondern nahm sich, was Männer selbstverständlich besaßen: Einfluss und Macht, nicht nur in der Kunst, auch in der Öffentlichkeit. So unterlief die 1930 in Paris geborene Niki de Saint Phalle seit ihren ersten Aktionen gesellschaftliche Erwartungen und sprengte Grenzen.
Gehen Sie mit uns in einer exklusiven Gruppenführung mit einer/einem kompetenten Kunstvermittler/in auf Entdeckungsreise durch vier Jahrzehnte ihres Schaffens. Die Ausstellung „Dream Machine“ beleuchtet Niki de Saint Phalles Kampf gegen Strukturen, die die Selbstbestimmung von Frauen verhindern, insbesondere die über ihren eigenen Körper. Gezeigt werden ihre berühmten Schießbilder, Frauenfiguren, Happenings und Filme sowie Modelle von Großplastiken im Landschaftsraum. Ihr künstlerisches Umfeld und ihre Zusammenarbeit mit ihrem zweiten Ehemann Jean Tinguely und Robert Rauschenberg werden ebenso betrachtet wie ihr Zeitgenossinnen gegenübergestellt werden, darunter Yayoi Kusama, Dorothy Iannone und Alina Szapocznikow.
An dieser Ausstellungsführung kann jede*r Interessierte teilnehmen. Bitte melden Sie sich dafür mit dem Online-Formular (siehe unten) an. Im Preis enthalten sind der Museumseintritt und die Gebühr für die Ausstellungsführung.
Die Führung beginnt um 14:30 Uhr und dauert 60 Minuten. Im Anschluss daran haben wir die Möglichkeit, uns über das Gesehene und Gehörte auszutauschen und/oder nochmals eigenständig die Ausstellung zu erkunden. Das Museum schließt an diesem Tag um 18:00 Uhr.
Bitte beachten Sie: Die Anreise zum Kunstpalast erfolgt in Eigenregie. Das Museum liegt im Zentrum Düsseldorfs und ist gut mit dem Öffentlichen Personennahverkehr zu erreichen. Weitere Informationen zur Anreise: https://www.kunstpalast.de/de/besuch/#Anfahrt
Den Treffpunkt vor Ort teilen wir Ihnen mit der Auftragsbestätigung ca. eine Woche vor der Veranstaltung mit.