Veranstaltungsdetails

Ausstellungsführung „Maria Magdalena: Sin. Pray. Love.“

In Ergänzung zu unserer Online-Veranstaltung „Maria Magdalena zwischen Text und Tradition – 20 Jahre Bibel in gerechter Sprache“ haben wir eine exklusive Gruppenführung durch die Sonderausstellung „Maria Magdalena: Sin. Pray. Love.“ im Städel Museum organisiert.

Das Frankfurter Museum präsentiert erstmals eine umfassende Ausstellung zur außergewöhnlichen Figur der Maria Magdalena. Die Schau zeichnet nach, wie sich ihr Bild im Laufe der Jahrhunderte wandelte – von der Apostelin und treuen Anhängerin Jesu zur Sünderin und asketischen Büßerin, über die ekstatische Heilige bis hin zur modernen, selbstbestimmten Frau als Identifikationsfigur.

Ausgangspunkt der Ausstellung sind zentrale Werke aus den Sammlungen des Städel Museums und der Liebieghaus Skulpturensammlung. Mehr als 100 hochkarätige Gemälde, Skulpturen und Grafiken vom Mittelalter bis in die Gegenwart, darunter bedeutende Leihgaben aus deutschen und internationalen Sammlungen, eröffnen einen facettenreichen Blick auf die künstlerische und emotionale Bandbreite der Darstellungen der Maria Magdalena. Mit besonderem Fokus auf Künstlerinnen sind unter anderem Arbeiten von

  • Lavinia Fontana,
  • Elisabetta Sirani,
  • Luisa Roldán,
  • Lotte Laserstein,
  • Kiki Smith,
  • Marlene Dumas und
  • Nieves González zu sehen.

Daneben werden Hauptwerke bedeutender Künstler wie

  • Albrecht Dürer,
  • Pedro de Mena,
  • Guercino,
  • Georges de la Tour,
  • Claude Lorrain,
  • Arnold Böcklin,
  • Max Beckmann und
  • David LaChapelle präsentiert.

Maria Magdalena zählt zu den vielschichtigsten Gestalten der christlichen Überlieferung. Sie ist eine widersprüchliche Figur, die über Jahrhunderte hinweg konstruiert und immer wieder neu gedeutet wurde: als Gefährtin Christi, als Heilige und Sünderin, als Sinnbild für Begehren und Buße. Von den Schriften des Neuen Testaments über mittelalterliche Legenden bis in die Gegenwart hat sie in der Kunst unzählige Interpretationen erfahren und spiegelt dabei häufig die Vorstellungen ihrer jeweiligen Zeit von Weiblichkeit, Spiritualität und Eigenständigkeit. 

Die Sonderausstellung zeigt diese vielfältigen Deutungen der Maria Magdalena: Sie ist sowohl Projektionsfläche kultureller und religiöser Vorstellungen als auch eine eigenständige, vielstimmige Gestalt, die zwischen Körper, Glaube und den ihr zugeschriebenen gesellschaftlichen Rollen vermittelt. Zugleich verfolgt die Schau ihre ikonografische Transformation bis in die Populärkultur und macht sichtbar, wie jede Epoche ihre eigenen Fragen, Ideen und Sehnsüchte in die Figur eingeschrieben hat.

An dieser Ausstellungsführung kann jede*r Interessierte teilnehmen. Bitte melden Sie sich dafür mit dem Online-Formular (siehe unten) an. Im Preis enthalten sind der Museumseintritt und die Gebühr für die Ausstellungsführung.

Die Führung beginnt um 14:30 Uhr und dauert 60 Minuten. Im Anschluss daran haben wir die Möglichkeit, uns über das Gesehene und Gehörte auszutauschen und/oder nochmals eigenständig die Ausstellung zu erkunden. Das Museum schließt an diesem Tag um 18:00 Uhr.

Bitte beachten Sie: Die Anreise zum Städel Museum erfolgt in Eigenregie. Das Museum liegt im Zentrum Frankfurts und ist gut mit dem Öffentlichen Personennahverkehr zu erreichen. Der Hauptbahnhof Frankfurt am Main ist 900 m entfernt. Der Fußweg von dort zum Museum dauert knapp 15 Minuten. Weitere Informationen zur Anreise: https://www.staedelmuseum.de/de/besuch#anfahrt

Den Treffpunkt vor Ort teilen wir Ihnen mit der Auftragsbestätigung ca. eine Woche vor der Veranstaltung mit.

Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit den Evangelischen Frauen in Hessen und Nassau e. V. statt.

Veranstaltungsort

Städel Museum
Schaumainkai 63
60596 Frankfurt am Main

Anmeldung

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Information
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Termin(e)


Samstag, 28. November 2026, 14:15 bis 16:30 Uhr (60-minütige Führung von 14:30 bis 15:30 Uhr)
Preis
32,00 €
Anmeldeschluss
23.11.2026

Kursnummer
92/26

Kursleitung
Andrea Effelsberg, Evangelische Frauen im Rheinland e. V.

Veranstalter

Evangelisches Bildungszentrum im Rheinland
Ellesdorfer Straße 50
53179 Bonn